Liebe Gemeinde,

Die Pfingstgeschichte (Apg. 2), mit kleinen Fragen und Impulsen an Dich, an Sie, an uns:

„Schließlich kam das Pfingstfest. Auch an diesem Tag waren die Apostel alle wieder am selben Ort versammelt. Plötzlich setzte vom Himmel her ein Rauschen ein wie von einem gewaltigen Sturm; das ganze Haus, in dem sie sich befanden, war von diesem Brausen erfüllt.

Wind, Gewitteranzeichen ….welche Stimmung erfasst mich da?

Gleichzeitig sahen sie so etwas wie Flammenzungen, die sich verteilten und sich auf jeden Einzelnen von ihnen niederließen. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt, und sie begannen, in fremden Sprachen zu reden; jeder sprach so, wie der Geist es ihm eingab.

Wann war ich das letzte Mal so richtig von etwas begeistert?

Wegen des Pfingstfestes` hielten sich damals fromme Juden aus aller Welt in Jerusalem auf. Als nun jenes mächtige Brausen vom Himmel einsetzte, strömten sie in Scharen zusammen. Sie waren zutiefst verwirrt, denn jeder hörte die Apostel und die, die bei ihnen waren, in seiner eigenen Sprache reden. Fassungslos riefen sie: »Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wie kommt es dann, dass jeder von uns sie in seiner Muttersprache reden hört? …..

Welche Sprache würde ich gern verstehen können? Oft staune ich: Christen verstehen sich weltweit!

Alle waren außer sich vor Staunen. »Was hat das zu bedeuten?«, fragte einer den anderen, aber keiner hatte eine Erklärung dafür. Es gab allerdings auch einige, die sich darüber lustig machten. »Die haben zu viel süßen Wein getrunken!«, spotteten sie.

Trauen wir uns übersprudelnde Freude zu zeigen? Oder sind wir unsicher: Was denken dann die anderen von mir?

Jetzt trat Petrus zusammen mit den elf anderen Aposteln vor die Menge. Mit lauter Stimme erklärte er: »Ihr Leute von Judäa und ihr alle, die ihr zur Zeit hier in Jerusalem seid! Ich habe euch etwas zu sagen, was ihr unbedingt wissen müsst. Hört mir zu! Diese Leute hier sind nicht betrunken, wie ihr vermutet. Es ist ja erst neun Uhr morgens. Nein, was hier geschieht, ist nichts anderes als die Erfüllung dessen, was Gott durch den Propheten Joel angekündigt hat. ›Am Ende der Zeit‹, so sagt Gott, ›werde ich meinen Geist über alle Menschen ausgießen. Dann werden eure Söhne und eure Töchter prophetisch reden; die Jüngeren unter euch werden Visionen haben und die Älteren prophetische Träume…..“

Visionen und Träume: was erhoffe ich mir an Veränderung in meinem Lebensalltag? Welche Träume habe ich verloren, weil ich mutlos oder vielleicht auch gleichgültig geworden bin?

Petrus fährt fort vom Grund der Freude zu erzählen: Diesen Jesus hat Gott auferweckt; wir alle sind Zeugen dafür. Er ist in den Himmel emporgehoben worden, um den Ehrenplatz an Gottes rechter Seite einzunehmen, und hat von seinem Vater die versprochene Gabe erhalten, den Heiligen Geist. Diesen Geist hat er nun über uns ausgegossen, und das ist es, was ihr hier seht und hört.

GEBET: Du Gott – über alle Grenzen hinweg. Verwandle alles Reden, das uns trennt, in eine Sprache, die Brücken baut. Lass mich sehen, was mich hemmt - gib Mut zur Umkehr. Halte in uns wach unsere Träume, dein Geist der Hoffnung und Freude erfülle uns jeden Tag neu. AMEN 

Frohe Pfingsten!

Ihre Cordelia Hoenen, Pfarrerin 

 


 

 

Termine im Juni

6.6.2021,10.00 Uhr:Gottesdienst mit Kinderkirche(Diesdorf)
13.6.2021,10:00 Uhr:Gottesdienst mit Abendmahl (Markus)
20.6.2021,10:00 Uhr:Sommerwege-Gottesdienst (von Markus nach Diesdorf)
27.6.2021,10.00 Uhr:Gottesdienst(Markus)

 

Die aktuelle Ausgabe unseres Gemeindebriefs "Kirchenfenster" für die Monate Juni bis August finden Sie hier zum Download.